Prägestempel - alles, was Du wissen solltest

Alles Wissenswerte rund ums Prägen.

Was ist eine Prägung?

Bei einer Prägung wird Dein Motiv – Logo, Initialen oder Text – plastisch ins Papier gedrückt. Ganz ohne Farbe entsteht eine elegante, fühlbare Veredelung, die jedes Stück Papier zu etwas Besonderem macht.

Prägestempel: Aufbau & Technik

Ein Prägestempel besteht aus zwei Teilen, die zusammen Dein Motiv ins Papier zaubern:

Patrize

Der untere Teil mit dem erhabenen Motiv – das ist Dein eigentliches Design.

Matrize

Das passende Gegenstück oben, in das die Patrize beim Prägen sanft eintaucht.

Beim Prägen wandert Dein Papier zwischen die beiden Teile – ein kurzer Druck, und Dein Motiv erscheint als feines Relief im Material.

Geeignete Materialien

Damit Deine Prägung perfekt zur Geltung kommt, lohnt sich ein Blick aufs richtige Papier.

Funktioniert besonders gut

  • Papier 100–220 g/m² (je filigraner das Motiv, desto feiner das Papier)
  • Feinkarton, Natur- & Softpapier
  • Umschläge, Etiketten, Briefpapier
  • Folienetiketten
  • Papierservietten

Eher weniger geeignet

  • sehr glattes oder beschichtetes Papier
  • stark strukturierte Papiere
  • sehr dünnes Papier (unter 90 g/m²)
Fun Fact

Auch Toilettenpapier und Käsescheiben lassen sich übrigens prägen – wir haben es ausprobiert.

Hand- vs. Tischprägezange

Welche Zange zu Dir passt, hängt davon ab, wie und wie viel Du prägst.

Handprägezange

  • mobil, ideal für einzelne Prägungen unterwegs
  • schnell griffbereit, leicht zu verstauen
  • begrenzter Druck bei dickem Karton

Tischprägezange

  • mehr Kraft für perfekte Ergebnisse
  • ideal für Karton und größere Serien
  • braucht einen festen Platz auf dem Tisch

In den Videos weiter unten zeigen wir Dir beide Varianten und wie Du die Einsätze tauschst.

Dateivorgaben für Logoprägestempel

Damit Dein Logo später makellos im Papier sitzt, brauchen wir Deine Datei in einem prägefreundlichen Format:

  • Schwarz-Weiß, keine Farben oder Graustufen
  • möglichst als Vektordatei (AI, PDF, EPS, SVG)
  • Linienstärke mindestens 0,5 mm
  • keine feinen Weißräume oder zu zarten Details
  • Schriften in Pfade umwandeln
Warum das wichtig ist

Beim Prägen wird Dein Material geformt – zu feine Linien oder enge Zwischenräume verschwinden einfach im Relief. Lieber etwas kräftiger als zu filigran.

Du bist unsicher? Wir prüfen Deine Datei gern vorab. Hier findest Du alle Vorgaben zur Dateierstellung im Detail.

Gut zu wissen

  • Der Papier-Einschub in die Zange beträgt ca. 4–5 cm. Je nach Prägeplattengröße ist die Prägung etwa 2,5 cm vom Rand entfernt möglich.
  • Wir führen auch Spezialprägezangen mit einem Einschub von bis zu 15 cm.
  • Die Richtung der Prägeplatte lässt sich im Nachhinein nicht ändern. Schau Dir dazu die Skizze im jeweiligen Produkt an. Für zwei unterschiedliche Richtungen brauchst Du zwei Prägestempel.
  • Wir setzen Dein Motiv immer etwas kleiner auf den Plattenhalter, da die Prägung zum Rand hin sanft abfällt.
  • Die Prägeplatten gravieren wir aus Delrin – nicht so scharfkantig wie Metall, aber dafür wunderbar prägefreundlich.

Weniger ist mehr.

Ein Prägestempel lebt von einem schlichten, klaren Motiv. Er ist kein Ersatz für einen klassischen Stempel mit Stempelkissen – er erfüllt eine ganz eigene Aufgabe. Initialen, Logos und einfache Motive prägen sich besonders schön ins Papier. Sehr feine Schriften können dagegen verloren gehen und sind dann nicht mehr gut lesbar.

Hand- oder Tischprägezange?

So funktioniert die Tischprägezange

So funktioniert die Handprägezange

Welche Materialien kann man prägen?

Welche Motive gibt es? Kann ich mein eigenes Design anfertigen lassen?